Signal ist deutlich gewachsen und hat in den Niederlanden inzwischen mehr Nutzer*innen als Telegram. Das geht aus den Angaben der niederländischen Nationalen Social-Media-Umfrage 2026 von Newcom hervor.
Laut der Umfrage hat Signal inzwischen 2,3 Millionen Nutzer*innen in den Niederlanden, während Telegram auf 2,1 Millionen kommt. Trotz all der Datenschutzbedenken rund um WhatsApp bleibt Metas App mit 13,8 Millionen Nutzer*innen weiterhin die größte in den Niederlanden.
Niederländische Nutzer*innen, die Signal häufig verwenden, nutzen WhatsApp oft weiterhin für Kontakte und Gruppen, die (noch) nicht auf Signal sind. Das ist auch einer der Tipps, die wir für den Wechsel von WhatsApp zu Signal geben: eine gewisse Zeit einfach beide Apps parallel nutzen.
Dass die Nutzung von WhatsApp eine persönliche Entscheidung ist, zeigt eine wachsende Gruppe von Signal-Nutzer*innen: Sieben Prozent der Signal-Nutzer*innen verwenden WhatsApp überhaupt nicht mehr.
Täglich aktive Signal-Nutzer*innen verdreifachen sich
Die Nationale Social-Media-Umfrage der Niederlande hat auch die täglich aktiven Nutzer*innen untersucht. Dabei zeigt sich, dass Signal im vergangenen Jahr enorm an Beliebtheit gewonnen hat.
Die Zahl der Niederländer*innen, die Signal täglich nutzen, hat sich von 300.000 auf 900.000 Nutzer*innen verdreifacht. Das zeigt, dass Signal nicht nur installiert, sondern auch aktiv genutzt wird.
Signal verzeichnete im vergangenen Jahr auch in anderen Ländern Wachstum, darunter Finnland, Belgien, Italien, Deutschland und Frankreich.
Signal ist deutlich sicherer als WhatsApp und Telegram
Dass immer mehr Menschen Signal entdecken und nutzen, ist eine gute Nachricht für alle, die Wert auf Privatsphäre und sichere Kommunikation legen und sich nicht länger von kommerziellen Tech-Unternehmen tracken lassen wollen.
Eine App wie WhatsApp kann viele deiner Informationen einsehen, sammeln und diese möglicherweise an Dritte weitergeben. Dazu gehören unter anderem dein Profilbild, persönliche Informationen, Gruppennamen, wer in einer Gruppe ist (oder war), Beschreibungen deiner Communities und Gruppen und vieles mehr.
Außerdem ist WhatsApp nicht standardmäßig auf Privatsphäre ausgelegt. Verschiedene Funktionen in der App, wie dein Profilbild, deine Profilinformationen, der „Zuletzt online“-Status und dein Online-Status, sind standardmäßig öffentlich sichtbar. Jede Person, mit der du chattest oder mit der du in einer Gruppe bist, kann außerdem deine Telefonnummer sehen.
Nachrichten und Anrufe auf WhatsApp sind zwar weiterhin privat und Ende-zu-Ende-verschlüsselt, allerdings lässt sich das nicht überprüfen, da WhatsApp Closed Source ist.
Die oben erwähnte andere Messenger-App, Telegram, gilt nicht als private Alternative, da Chats standardmäßig nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Nur „Geheime Chats“ bieten optional eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, während Gruppenchats gar keine haben. Außerdem fällt Telegram negativ, bei anderen Bereichen von Privatsphäre und Sicherheit auf, wie etwa beim Schutz von Metadaten und der Privatsphäre von Kontakten.
Signal ist konsequent auf deine Privatsphäre und Sicherheit ausgelegt
Bei Signal ist alles Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Denn Signal ist nicht darauf ausgerichtet, Profit zu machen– so können sich die Entwickler*innen vollständig auf Privatsphäre und Sicherheit konzentrieren.
Signal sammelt keine Daten und kann weder sehen, was du teilst, noch diese Informationen an Dritte weitergeben – auch nicht an Regierungen oder Strafverfolgungsbehörden. Alle deine Nachrichten, Anrufe, Profilinformationen, Gruppen und Kontakte bleiben privat. Deine Telefonnummer ist standardmäßig ebenfalls nicht für andere sichtbar. Und nicht zuletzt ist Signal Open Source – das heißt, du musst dem Versprechen nicht einfach glauben, sondern kannst alles selbst überprüfen.
Du hast Signal noch nicht? Lade Signal kostenlos über deinen App-Store herunter.
Lies und teile außerdem:





